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Rücker AG
Stefanie Werner
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Rücker AG hat erneut kräftig zugelegt
Zweistellige Zuwachsraten im Geschäftsjahr 2011 - Gestiegene Nachfrage nach Ingenieurleistungen - Pkw, Luftfahrt und Anlagenbau im Aufwärtstrend - Dividende weiterhin steuerfrei - Zuversicht für 2012
28. März 2012
Die börsennotierte, international tätige Ingenieurgesellschaft Rücker AG, Wiesbaden, hat im Geschäftsjahr 2011 von der positiven Entwicklung auf den weltweiten Automobilmärkten, bei Flugzeugherstellern und im Anlagenbau profitiert und konnte bei allen wichtigen Zielgrößen mit zweistelligen Zuwachsraten zulegen.
Das Unternehmen, das an 39 Standorten in 18 Ländern vertreten ist, beschäftigt sich überwiegend mit der Beratung, Planung und Entwicklung von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Anlagen, Maschinen, Schienenfahrzeugen und Schiffen sowie der damit zusammenhängenden technischen Dokumentation.
Umsatzanstieg um 15,8 Prozent
Der Verlauf des Rücker-Geschäftsjahres 2011 war von einer überaus positiven Auftragslage geprägt. Das Volumen des Vorjahres wurde deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um 15,8 Prozent auf 175,9 Mio. Euro (2010: 151,9 Mio. Euro) und lag damit fast auf der Höhe des Rekordjahres 2008 (damaliger Umsatz: 176,3 Mio. Euro). Mit einem Plus von 22,2 Prozent war 2011 der Umsatzanstieg im Inland sehr viel deutlicher ausgefallen als im Ausland (5,6 Prozent).
Wolfgang Rücker, Vorstandsvorsitzender der Rücker AG, in seiner Bewertung des letzten Geschäftsjahres: "Ausschlaggebend für unseren geschäftlichen Erfolg war die durch die wirtschaftliche Erholung bedingte zusätzliche Nachfrage für Pkw, Lkw, Flugzeuge, Industrieanlagen und andere Wirtschaftsgüter. Dies hat die Auftragsvergabe der Industriekunden nach unseren digitalen Entwicklungsleistungen nachhaltig gefördert. Viele unserer internationalen Geschäftspartner arbeiten übrigens bereits seit Jahrzehnten erfolgreich mit uns zusammen. Dies unterstreicht eindrucksvoll die hohe Akzeptanz und Kompetenz unserer Leistungen."
Neue Modelle, so Rücker zu den Erfolgsfaktoren im vergangenen Jahr, werden von den Pkw-Herstellern benötigt, um Marktanteile zu festigen und weitere Märkte zu erschließen. Hinzu kommt eine Verkürzung von Entwicklungszyklen, da sich die Intervalle zwischen dem Markteintritt eines Modells und dessen Ablösung durch ein neues Muster zunehmend verringern. Auch die Flugzeug-, Maschinen- und Anlagenbauer sind mit der Entwicklung sparsamer, umweltfreundlicher und geräuscharmer Produkte beschäftigt und haben entsprechende technologische Konstruktionsleistungen bei den Gesellschaften der Rücker-Unternehmensgruppe in Auftrag gegeben.
EBIT legt überproportional zu
Das operative Konzernergebnis (EBIT) der Rücker AG erhöhte sich vor allem auf Grund des gestiegenen Geschäftsvolumens von 8,1 Mio. Euro in 2010 auf 10,0 Mio. Euro im Jahr 2011. Der mit 22,8 Prozent überproportionale Zuwachs beim EBIT ist vor allem auf die Entwicklung der Vertriebs- und Verwaltungskosten zurückzuführen, die mit 11,0 Prozent weniger stark angestiegen waren als der Umsatz. Der Konzernjahresüberschuss betrug 2011 rund 6,1 Mio. Euro und ist im Vergleich zu 2010 (4,8 Mio. Euro) um 29,0 Prozent gestiegen. Konzernweit belief sich die EBIT-Marge auf 5,7 Prozent (2010: 5,3 Prozent). Die Nettorendite stieg von 3,1 Prozent in 2010 auf 3,5 Prozent im Jahr 2011. Das Eigenkapital stellt mit 40,4 Mio. Euro (2010: 38,2 Mio. Euro) den größten Passivposten dar. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Gewinnrücklagen und dem höheren Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2011.
Rücker-Finanzvorstand Jürgen Vogt kündigte bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2011 einen Dividendenvorschlag an: "In Bezug auf den erfolgreichen Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres wollen wir unsere Aktionäre erneut gebührend am Unternehmenserfolg beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher am 5. Juni 2012 der Hauptversammlung vorschlagen, die erneut steuerfreie Dividende für 2011 auf 50 Cent pro Aktie zu erhöhen." Im Vorjahr waren 45 Cent ausgeschüttet worden.
Forschung und Entwicklung stehen hoch im Kurs
Der Gesamtmarkt für Entwicklungsdienstleistungen war 2011 von einer deutlichen Zunahme des Auftragsvolumens gekennzeichnet. Davon konnte auch der Rücker-Konzern profitieren. Viele Automobilhersteller, die wichtigsten Kunden der Rücker AG, haben ihren Absatz, vor allem dank des Wachstums in China, Indien, Russland, Brasilien und USA, steigern können. Dies führte bei den Produzenten zugleich zu einem Anstieg des Entwicklungsaufwandes.
Forschung und Entwicklung spielen in den Branchen, in denen die Rücker-Unternehmensgruppe tätig ist, eine bedeutende Rolle. Das Forschungs- und Entwicklungsvolumen der deutschen Automobilindustrie hat im Jahr 2011 schätzungsweise 22 Mrd. Euro betragen. Diese Summe hat sich gegenüber 2010 um rund 10 Prozent erhöht.
Um für weiteres Wachstum auch technisch und technologisch gerüstet zu sein, hat Rücker im vergangenen Geschäftsjahr den weiteren Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur- und Versuchsanlagen kräftig vorangetrieben. Dazu Finanzchef Jürgen Vogt: "Infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens und der positiven Geschäftsaussichten haben wir 2011 die entsprechenden Investitionen um rund 70 Prozent von 3,1 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro und damit auf ein deutlich höheres Niveau als 2010 gesteigert."
Wachstum in wichtigen Industriebereichen
Die Verkaufszahlen auf den weltweiten Automobilmärkten sind im Jahr 2011 auf insgesamt 61,3 Mio. Pkw gestiegen, von 58,8 Mio. in 2010. Die deutschen Automobilhersteller konnten vom weltweiten Trend profitieren, da sie insbesondere in USA und China sowie in Schwellenländern wie Brasilien und Russland gut positioniert sind.
Der internationale Luftverkehr verzeichnete vor allem bis zur Jahresmitte 2011 deutliche Zuwachsraten, da erheblich mehr Flugpassagiere befördert und Luftfracht transportiert wurde. Die Rücker AG konnte ihre Position als Lieferant von EADS deutlich verbessern. Mit der Gründung eines Joint Ventures der Rücker-Tochter Rücker Aerospace GmbH mit dem spanischen Ingenieur-Dienstleisters CT Ingenieros, Madrid, qualifizierte sich die neue Gesellschaft Rücker CT Engineering GmbH, Hamburg, als Top-20-Lieferant für EADS und damit auch für den Hersteller Airbus. Die künftigen Marktchancen in der Luftfahrt werden von Rücker aufgrund zahlreicher, langfristiger Projekte positiv gesehen.
Der Anlagenbau konnte nach einem starken Rückgang im Jahr 2009 aufgrund der Erholung der Weltkonjunktur wieder deutlich zulegen. Die Herstellung von Produktionsanlagen und -maschinen hat im Berichtsjahr in Deutschland um rund 14 Prozent zugenommen. Auch für das Jahr 2012 sind die Erwartungen positiv. Die Rücker AG hat im April 2011 alle Geschäftsanteile an der Hövelmann GmbH, Aachen, erworben, um sich im Anlagenbau weiter zu etablieren und diesen Geschäftsbereich konsequent auszubauen.
Optimistische Geschäftsaussichten
Auch mittelfristig geht das Unternehmen, so Wolfgang Rücker, davon aus, dass das Geschäftsmodell des Konzerns mit der Erbringung von technologischen Entwicklungsleistungen seiner Ingenieure für neue Antriebssysteme, umweltfreundliche Mobilität unter Berücksichtigung weiter entwickelter Sicherheitsvorschriften sowie die zunehmende Elektronik in Pkw, Lkw, Flugzeug und Anlagen zu weiteren Auftragssteigerungen und damit zu Umsatzzunahmen führen wird.
Für das Jahr 2012 wird auf den internationalen Automärkten mit dem gleichen Absatz gerechnet wie im Vorjahr: Erwartet werden rund 61,2 Mio. weltweite Pkw-Verkäufe. Für das Jahr 2013 wird global eine Absatzsteigerung auf 63,6 Mio. Pkw-Einheiten prognostiziert.
In der internationalen Luftfahrt rechnet die Branchenorganisation IATA im Gesamtjahr 2011 mit einem Anstieg der Passagierzahlen um 6,1 Prozent und für das Jahr 2012 um etwa weitere 4 Prozent. Für die kommenden zwanzig Jahre erwarten die großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing ein deutliches Wachstum und sehen einen Bedarf von rund 28.000 neuen Passagier-maschinen. Insgesamt geht der Trend zu größeren, treibstoffeffizienteren Flugzeugen. Besonderer Nachholbedarf wird vor allem für China und Indien erwartet.
400 weitere Ingenieure gesucht
Die Zahl der bei Rücker beschäftigten Ingenieure, Konstrukteure und Zeichner hat sich - gegenüber 2010 - zum Jahresende 2011 um 197 Beschäftigte auf 2.399 Mitarbeiter erhöht. Auf Grund der erfreulichen Auftragslage sucht das Unternehmen kurzfristig rund 400 weitere Ingenieure. Die entsprechenden Arbeitsplätze stehen bereits zur Verfügung. Verstärkte Personalbeschaffungs-Maßnahmen wurden eingeleitet.
Kurz gefasst: Rücker AG – die börsennotierte Ingenieurgesellschaft
Die 1970 vom heutigen Vorstandsvorsitzenden und Mehrheitsaktionär Wolfgang Rücker gegründete und seit dem Jahr 2000 börsennotierte Rücker AG, Wiesbaden, ist als
Ingenieurgesellschaft eines der führenden technologischen Entwicklungsunternehmen. Kunden sind internationale Konzerne der Automobil- und Luft- und Raumfahrtfahrtindustrie, aber auch Unternehmen aus den Bereichen Bahn- und Schienenverkehrstechnik, Schiff- und Anlagenbau, Umwelt- und Medizintechnik sowie Windenergie.
In der Rücker-Automobilsparte werden für viele bedeutende Hersteller virtuelle Entwicklungen in den Bereichen Karosserie, Innenausstattung und Elektrik erbracht. Im Luftfahrtgeschäft erstreckt sich das Leistungsspektrum vom Styling von Flugzeugkabinen über die Konzeptentwicklung und Erstellung von Modellen und Prototypen bis hin zur Berechnung und Konstruktion von Rumpf- und Tragflächenstrukturen.
Die Rücker-Unternehmensgruppe umfasst die Rücker AG sowie sieben inländische und 21 ausländische Tochtergesellschaften. Sie ist an 39 Standorten in 18 Ländern vertreten und beschäftigt derzeit rund 2.500 Mitarbeiter - überwiegend Ingenieure. Auf Grund der erfreulichen Auftragslage werden zur Soforteinstellung rund 400 weitere Ingenieure, Konstrukteure und Designer gesucht.
Das Unternehmen, das an 39 Standorten in 18 Ländern vertreten ist, beschäftigt sich überwiegend mit der Beratung, Planung und Entwicklung von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Anlagen, Maschinen, Schienenfahrzeugen und Schiffen sowie der damit zusammenhängenden technischen Dokumentation.
Umsatzanstieg um 15,8 Prozent
Der Verlauf des Rücker-Geschäftsjahres 2011 war von einer überaus positiven Auftragslage geprägt. Das Volumen des Vorjahres wurde deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um 15,8 Prozent auf 175,9 Mio. Euro (2010: 151,9 Mio. Euro) und lag damit fast auf der Höhe des Rekordjahres 2008 (damaliger Umsatz: 176,3 Mio. Euro). Mit einem Plus von 22,2 Prozent war 2011 der Umsatzanstieg im Inland sehr viel deutlicher ausgefallen als im Ausland (5,6 Prozent).
Wolfgang Rücker, Vorstandsvorsitzender der Rücker AG, in seiner Bewertung des letzten Geschäftsjahres: "Ausschlaggebend für unseren geschäftlichen Erfolg war die durch die wirtschaftliche Erholung bedingte zusätzliche Nachfrage für Pkw, Lkw, Flugzeuge, Industrieanlagen und andere Wirtschaftsgüter. Dies hat die Auftragsvergabe der Industriekunden nach unseren digitalen Entwicklungsleistungen nachhaltig gefördert. Viele unserer internationalen Geschäftspartner arbeiten übrigens bereits seit Jahrzehnten erfolgreich mit uns zusammen. Dies unterstreicht eindrucksvoll die hohe Akzeptanz und Kompetenz unserer Leistungen."
Neue Modelle, so Rücker zu den Erfolgsfaktoren im vergangenen Jahr, werden von den Pkw-Herstellern benötigt, um Marktanteile zu festigen und weitere Märkte zu erschließen. Hinzu kommt eine Verkürzung von Entwicklungszyklen, da sich die Intervalle zwischen dem Markteintritt eines Modells und dessen Ablösung durch ein neues Muster zunehmend verringern. Auch die Flugzeug-, Maschinen- und Anlagenbauer sind mit der Entwicklung sparsamer, umweltfreundlicher und geräuscharmer Produkte beschäftigt und haben entsprechende technologische Konstruktionsleistungen bei den Gesellschaften der Rücker-Unternehmensgruppe in Auftrag gegeben.
EBIT legt überproportional zu
Das operative Konzernergebnis (EBIT) der Rücker AG erhöhte sich vor allem auf Grund des gestiegenen Geschäftsvolumens von 8,1 Mio. Euro in 2010 auf 10,0 Mio. Euro im Jahr 2011. Der mit 22,8 Prozent überproportionale Zuwachs beim EBIT ist vor allem auf die Entwicklung der Vertriebs- und Verwaltungskosten zurückzuführen, die mit 11,0 Prozent weniger stark angestiegen waren als der Umsatz. Der Konzernjahresüberschuss betrug 2011 rund 6,1 Mio. Euro und ist im Vergleich zu 2010 (4,8 Mio. Euro) um 29,0 Prozent gestiegen. Konzernweit belief sich die EBIT-Marge auf 5,7 Prozent (2010: 5,3 Prozent). Die Nettorendite stieg von 3,1 Prozent in 2010 auf 3,5 Prozent im Jahr 2011. Das Eigenkapital stellt mit 40,4 Mio. Euro (2010: 38,2 Mio. Euro) den größten Passivposten dar. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Gewinnrücklagen und dem höheren Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2011.
Rücker-Finanzvorstand Jürgen Vogt kündigte bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2011 einen Dividendenvorschlag an: "In Bezug auf den erfolgreichen Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres wollen wir unsere Aktionäre erneut gebührend am Unternehmenserfolg beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher am 5. Juni 2012 der Hauptversammlung vorschlagen, die erneut steuerfreie Dividende für 2011 auf 50 Cent pro Aktie zu erhöhen." Im Vorjahr waren 45 Cent ausgeschüttet worden.
Forschung und Entwicklung stehen hoch im Kurs
Der Gesamtmarkt für Entwicklungsdienstleistungen war 2011 von einer deutlichen Zunahme des Auftragsvolumens gekennzeichnet. Davon konnte auch der Rücker-Konzern profitieren. Viele Automobilhersteller, die wichtigsten Kunden der Rücker AG, haben ihren Absatz, vor allem dank des Wachstums in China, Indien, Russland, Brasilien und USA, steigern können. Dies führte bei den Produzenten zugleich zu einem Anstieg des Entwicklungsaufwandes.
Forschung und Entwicklung spielen in den Branchen, in denen die Rücker-Unternehmensgruppe tätig ist, eine bedeutende Rolle. Das Forschungs- und Entwicklungsvolumen der deutschen Automobilindustrie hat im Jahr 2011 schätzungsweise 22 Mrd. Euro betragen. Diese Summe hat sich gegenüber 2010 um rund 10 Prozent erhöht.
Um für weiteres Wachstum auch technisch und technologisch gerüstet zu sein, hat Rücker im vergangenen Geschäftsjahr den weiteren Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur- und Versuchsanlagen kräftig vorangetrieben. Dazu Finanzchef Jürgen Vogt: "Infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens und der positiven Geschäftsaussichten haben wir 2011 die entsprechenden Investitionen um rund 70 Prozent von 3,1 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro und damit auf ein deutlich höheres Niveau als 2010 gesteigert."
Wachstum in wichtigen Industriebereichen
Die Verkaufszahlen auf den weltweiten Automobilmärkten sind im Jahr 2011 auf insgesamt 61,3 Mio. Pkw gestiegen, von 58,8 Mio. in 2010. Die deutschen Automobilhersteller konnten vom weltweiten Trend profitieren, da sie insbesondere in USA und China sowie in Schwellenländern wie Brasilien und Russland gut positioniert sind.
Der internationale Luftverkehr verzeichnete vor allem bis zur Jahresmitte 2011 deutliche Zuwachsraten, da erheblich mehr Flugpassagiere befördert und Luftfracht transportiert wurde. Die Rücker AG konnte ihre Position als Lieferant von EADS deutlich verbessern. Mit der Gründung eines Joint Ventures der Rücker-Tochter Rücker Aerospace GmbH mit dem spanischen Ingenieur-Dienstleisters CT Ingenieros, Madrid, qualifizierte sich die neue Gesellschaft Rücker CT Engineering GmbH, Hamburg, als Top-20-Lieferant für EADS und damit auch für den Hersteller Airbus. Die künftigen Marktchancen in der Luftfahrt werden von Rücker aufgrund zahlreicher, langfristiger Projekte positiv gesehen.
Der Anlagenbau konnte nach einem starken Rückgang im Jahr 2009 aufgrund der Erholung der Weltkonjunktur wieder deutlich zulegen. Die Herstellung von Produktionsanlagen und -maschinen hat im Berichtsjahr in Deutschland um rund 14 Prozent zugenommen. Auch für das Jahr 2012 sind die Erwartungen positiv. Die Rücker AG hat im April 2011 alle Geschäftsanteile an der Hövelmann GmbH, Aachen, erworben, um sich im Anlagenbau weiter zu etablieren und diesen Geschäftsbereich konsequent auszubauen.
Optimistische Geschäftsaussichten
Auch mittelfristig geht das Unternehmen, so Wolfgang Rücker, davon aus, dass das Geschäftsmodell des Konzerns mit der Erbringung von technologischen Entwicklungsleistungen seiner Ingenieure für neue Antriebssysteme, umweltfreundliche Mobilität unter Berücksichtigung weiter entwickelter Sicherheitsvorschriften sowie die zunehmende Elektronik in Pkw, Lkw, Flugzeug und Anlagen zu weiteren Auftragssteigerungen und damit zu Umsatzzunahmen führen wird.
Für das Jahr 2012 wird auf den internationalen Automärkten mit dem gleichen Absatz gerechnet wie im Vorjahr: Erwartet werden rund 61,2 Mio. weltweite Pkw-Verkäufe. Für das Jahr 2013 wird global eine Absatzsteigerung auf 63,6 Mio. Pkw-Einheiten prognostiziert.
In der internationalen Luftfahrt rechnet die Branchenorganisation IATA im Gesamtjahr 2011 mit einem Anstieg der Passagierzahlen um 6,1 Prozent und für das Jahr 2012 um etwa weitere 4 Prozent. Für die kommenden zwanzig Jahre erwarten die großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing ein deutliches Wachstum und sehen einen Bedarf von rund 28.000 neuen Passagier-maschinen. Insgesamt geht der Trend zu größeren, treibstoffeffizienteren Flugzeugen. Besonderer Nachholbedarf wird vor allem für China und Indien erwartet.
400 weitere Ingenieure gesucht
Die Zahl der bei Rücker beschäftigten Ingenieure, Konstrukteure und Zeichner hat sich - gegenüber 2010 - zum Jahresende 2011 um 197 Beschäftigte auf 2.399 Mitarbeiter erhöht. Auf Grund der erfreulichen Auftragslage sucht das Unternehmen kurzfristig rund 400 weitere Ingenieure. Die entsprechenden Arbeitsplätze stehen bereits zur Verfügung. Verstärkte Personalbeschaffungs-Maßnahmen wurden eingeleitet.
Kurz gefasst: Rücker AG – die börsennotierte Ingenieurgesellschaft
Die 1970 vom heutigen Vorstandsvorsitzenden und Mehrheitsaktionär Wolfgang Rücker gegründete und seit dem Jahr 2000 börsennotierte Rücker AG, Wiesbaden, ist als
Ingenieurgesellschaft eines der führenden technologischen Entwicklungsunternehmen. Kunden sind internationale Konzerne der Automobil- und Luft- und Raumfahrtfahrtindustrie, aber auch Unternehmen aus den Bereichen Bahn- und Schienenverkehrstechnik, Schiff- und Anlagenbau, Umwelt- und Medizintechnik sowie Windenergie.
In der Rücker-Automobilsparte werden für viele bedeutende Hersteller virtuelle Entwicklungen in den Bereichen Karosserie, Innenausstattung und Elektrik erbracht. Im Luftfahrtgeschäft erstreckt sich das Leistungsspektrum vom Styling von Flugzeugkabinen über die Konzeptentwicklung und Erstellung von Modellen und Prototypen bis hin zur Berechnung und Konstruktion von Rumpf- und Tragflächenstrukturen.
Die Rücker-Unternehmensgruppe umfasst die Rücker AG sowie sieben inländische und 21 ausländische Tochtergesellschaften. Sie ist an 39 Standorten in 18 Ländern vertreten und beschäftigt derzeit rund 2.500 Mitarbeiter - überwiegend Ingenieure. Auf Grund der erfreulichen Auftragslage werden zur Soforteinstellung rund 400 weitere Ingenieure, Konstrukteure und Designer gesucht.







